Methadonambulanz Marburg

Die Methadonambulanz Marburg ist eine ermächtigte Institutsambulanz mit integrierter psychosozialer Begleitung. Es stehen 120 Behandlungsplätze zur Verfügung. Träger der Ermächtigung ist die Praxis Dr. Schmidt-Hestermann. Träger der Psychosozialen Beratungsstelle ist der Landkreis Marburg-Biedenkopf.


In der Ambulanz arbeiten:

  • Herr Dr. med. Christian Schmidt-Hestermann Arzt für Allgemeinmedizin/Suchtmedizin
  • Frau Lidija Hempel Ärztin/Suchtmedizin
  • Frau Almuth Schauer Ärztin für Neurologie und Psychiatrie
  • Herr Dr. med. Dr. rer.nat. Reiner Dornow Arzt für Innere Medizin/Suchtmedizin
  • Frau Sarah Peschke  Arzthelferin
  • Frau Mariana May Arzthelferin
  • Frau Bärbel Weber Rezeptionistin
  • Frau Heike Schmitt  Rezeptionistin
  • Herr Harald Ganski Diplom Pädagoge – Schuldnerberater


Um ins Methadonprogramm aufgenommen zu werden vereinbaren sie bitte ein Erstgespräch sowohl mit dem Arzt als auch mit dem Sozialarbeiter unter der Telefonnummer
06421- 405-4-177 oder 171.


Was ist Substitutionstherapie?


Bei der Substitutionstherapie Opiatabhängiger – meist Heroinabhängiger – wird die illegale Substanz unter geregelten Bedingungen durch eine legale Ersatzdroge (Methadon oder Buprenorphin/Naloxon) ersetzt.

Die Behandlung erfolgt grundsätzlich durch tägliche Einnahme der Ersatzdroge unter Sicht. Beikonsum wird durch Urin und Atemalkoholuntersuchungen erkannt und sollte langfristig eingestellt werden. Take home Regelungen setzen eine stabile Dosisfindung und Beigebrauchsfreiheit sowie eine erfolgreiche psychosoziale Entwicklung voraus.

Ziel der Behandlung ist entweder durch langsame Dosisreduktion in absehbarer Zeit dauerhafte Substanzfreiheit (Abstinenz) zu erreichen oder durch langfristige Substitution eine Schadensminimierung (Harm reduction) anzustreben und den Gesundheitszustand und die soziale Situation der Patienten deutlich zu verbessern und gleichzeitig Schaden von der Gesellschaft abzuwenden.

Beide Zielorientierungen sind gleichwertig zu betrachten und schließen sich gegenseitig nicht aus.

Eine gleichzeitige Behandlung der psychischen Störungen wie z.B Depression oder Angststörung aber auch körperliche Erkrankungen wie HIV oder Hepatitis B und C wird angestrebt.

Für die vielfältigen sozialen Probleme (z.B. Schulden, Konflikte, juristische Probleme) wird eine gleichzeitige psychosoziale Begleitung angeboten.

Dr. Schmidt-Hestermann 2012

 

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